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Rockenberger CDU Fraktionschef Bernhard Widmuch plädiert für Seniorenresidenz zwischen den Ortsteilen


Rockenberg (pe). Die jüngsten Aussagen des SPD Fraktionsvorsitzenden, Tobias Gnitza, zur Entwicklung des Bebauungsplanes „Burgweg“ (Neue Mitte) haben für dessen christdemokratischen Amtskollegen, Bernhard Widmuch, einen faden Beigeschmack. Wenn der Sozialdemokrat von einer „ominösen neuen Mitte“ rede, dann müsse er sich schon fragen lassen, wieso seine Fraktion vor Jahren den Ankauf der dortigen Grundstücke durch die Gemeinde mit beschlossen habe. Auch der Aufstellung eines Bebauungsplanes und dem Erlass einer Vorkaufsrechtssatzung für das betroffene Gebiet habe die SPD in der Gemeindevertretersitzung vom 18.05.2015 zugestimmt. In den Unterlagen zum Bebauungsplan seien auch die Planziele kommunaler Infrastrukturprojekte genannt, dort könne man unter anderem wörtlich lesen: „Konkrete Realisierungsmöglichkeiten bestehen aktuell zur Zusammenlegung beider Ortsfeuerwehren an einen zentralen Standort und zur Errichtung einer Seniorenresidenz.“

„Von alledem wollen die Sozialdemokraten jetzt offensichtlich nichts mehr wissen“, schreibt Widmuch und kann den Sinneswandel nicht nachvollziehen. Bis heute hätten sich unzählige Senioren aus unserer Gemeinde einen Heimplatz in umliegenden Städten und Gemeinden suchen müssen, da es in Rockenberg keine ausreichende Ausstattung an altersgerechten Wohnmöglichkeiten gibt. Aktuell seien rund 40 Senioren in ortsfremden Einrichtungen untergebracht. Das sei für die CDU ein Unding und könne so nicht weitergehen. „Wir wollen und werden nicht akzeptieren, dass unsere älteren Familienangehörigen auf Dauer nach Bad Nauheim, Butzbach, Langgöns oder sonst wo ins Altersheim ziehen müssen, nur weil die Politik in Rockenberg es nicht fertig bringt, hier adäquate, altersgerechte Wohn- und Versorgungseinrichtungen zu schaffen.“ Und schließlich komme im Zuge der Einrichtung einer Seniorenresidenz auch der ambulanten Pflege ein anderer Stellenwert zu. Dann nämlich ließe sich die ambulante Pflege so ausbauen, dass unsere älteren, pflegebedürftigen Mitbürger in den eigenen vier Wänden umfassend betreut werden können.

Dabei gehe es, so der Christdemokrat, nicht nur um die alten Menschen, denen ein Stück Heimat erhalten bleiben solle, sondern auch um deren Angehörige. „Wenn ich meine Mutter oder meinen Vater im Dorf besuchen kann, spare ich mir weite Anfahrtswege und Zeit. Zeit, die ich meinen Eltern oder sonstigen Angehörigen widmen kann.“ Dasselbe gälte auch für die zweite Generation, die beispielsweise ihre Großeltern besuchen möchte. „Einfach mal schnell nach Bad Nauheim laufen um die Oma zu sehen, das wird nicht funktionieren“, schreibt Widmuch. Deshalb müsse hier gehandelt werden, viel zu lange schon werde nur geredet. Und jetzt dränge sich auch noch der Eindruck auf, die Sozialdemokratie wolle komplett aussteigen.

Wenn Gnitza im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan weiter schreibt, die CDU wolle Streuobstwiesen zerstören, dann möge er sich doch bitte an die eigene Nase fassen, denn schließlich habe er mit seiner gesamten Fraktion dem Bebauungsplan zugestimmt, kritisiert der Christdemokrat. Und insbesondere sei ihm geraten, sich die Örtlichkeiten auch einmal anzuschauen, dann nämlich hätte er feststellen können, so Widmuch, dass es im Bereich „Burgweg“ überhaupt keine Streuobstwiesen gibt. Vereinzelte Obstbäume ja, aber Streuobstwiesen seien eben etwas ganz anderes, das könne Gnitza ja noch mal nachlesen. Und was wertvolle Ackerflächen angehe, da müsse sich die örtliche SPD ganz bedeckt halten, habe sie doch mit ihrem vormaligen Bürgermeister Bingel mehrere Hektar bestes Wetterauer Ackerland rund um den „Nieder-Weiseler-Weg“ als Bauerwartungsland ausweisen lassen. „Da haben wir von der SPD nichts gehört in Sachen Naturschutz“, gibt der Fraktionschef zu bedenken.

Überhaupt wünsche er, Widmuch, sich weniger Wahlkampf und mehr Sachlichkeit in diesen wichtigen Entscheidungen für unser Dorf. Zumal ja auch Gnitzas Wahlkampf nicht so richtig zünde, er erinnere vielmehr an eine Silvesterrakete, die auf der Verpackung Spektakuläres verspricht und dann mit einem leisen dumpfen Pfff verpufft, noch ehe sie emporsteigt.